Ein Superspreader-Thanksgiving? - a podcast by ZEIT ONLINE

from 2020-11-26T05:00

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Mit Thanksgiving beginnt in den USA die Feiertagssaison. Das Fest ist für nicht wenige US-Amerikanerinnen und -amerikaner fast wichtiger als Weihnachten. Es ist eine Chance, die Familie zu sehen, ein langes Wochenende miteinander zu verbringen. Millionen reisen kreuz und quer durch das Land, Flugpreise sind normalerweise astronomisch hoch. Doch die Corona-Pandemie hat auch das verändert.

Die Zahlen in den USA steigen wieder dramatisch an, mehr als 12,5 Millionen Menschen sind bereits infiziert, mehr als eine Viertelmillion Menschen ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das Center for Disease Control hat daher in diesem Jahr alle Bürger dazu aufgerufen, das Reisen zu Thanksgiving zu vermeiden.Dennoch sind am Wochenende vor dem Fest an diesem Donnerstag mehr als zwei Millionen Menschen im Land geflogen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das zwar deutlich weniger, inmitten einer Pandemie aber zu viel, sodass viele fürchten, dass Thanksgiving zum Superspreaderevent werden könnte.

Unterdessen sind immer noch mehr als elf Millionen Menschen im Land ohne Job, viele können sich nicht ihren normalen Supermarkteinkauf leisten, geschweige denn einen Truthahn. Mehr als 26 Millionen Erwachsene sagen laut Daten, die die "Washington Post" zitiert, sie hätten nicht genug zu essen.Und die Politik? US-Präsident Donald Trump kümmert sich nicht um die Pandemie, der gewählte Präsident Joe Biden hat noch nicht die Macht, dies zu tun. Im US-Podcast sprechen wir darüber, wie es den Menschen im Land geht, wie Sport und Kultur mit der Pandemie umgehen und wie die Machtübergabe im Weißen Haus läuft. Und im Get Out: Empfehlungen für das Kennedy Center (https://www.kennedy-center.org/) und wordsmith.org. "OK, America?" erscheint wöchentlich immer donnerstags.

Sie erreichen uns per Mail an okamerica@zeit.de.

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